Hotplug ist nicht immer Hotplug – Entferne niemals ein Netzteil einer MSA30 länger als ein paar Minuten


Was würde man wohl machen, wenn an einem Server ein Hotplug-Netztzeil eines redundanten Paares ausfällt? Ausbauen und auswechseln. Nun, man bei Netzteil defekten nie ganz sicher sein kann, das diese nicht doch noch andere Fehlfunktionen verursachen, am besten gleich ausbauen. Ist ja redundant. Was macht man bei einer MSA30 von HP? Am besten das defekte NT im Slot lassen bis Ersatz eingetroffen ist. Ja warum das denn? Folgendes ist passiert. Das Gerät hängt an einer MSA1500CS und beherbergt 14 SCSI-Festplatten eines R10 Volumes. Es verfügt über 2 Netzteile, die laut Dokumentation für Redundanz sorgen sollen. Nun viel eines der beiden Netzteile aus, wir haben es entfernt und nach exakt 5 Minuten schaltete sich die MSA30 ab die (ebenfalls Redundanten) Controller der MSA1000 in der 1500CS verworfen das logische Volume. Das war natürlich mit einem wunderschönem Crash der Server, die dieses Volume als zuhause für ihre Daten verwendeten. Wiederbeleben konnte man das Array erst, indem man die MSA30 UND die MSA1500 vollständig abschaltete, das defekte Netzteil wieder steckte, einmal an allen kabeln wackelte und zuerst die MSA30 und anschließend die 1500 wieder einschaltete. Alles andere als Hotplug. Darauf hin riefen wir bei HP an und meldeten einen Service-Fall. Es wurde ein Techniker vorbeigeschickt der sagte „Was? Wussten Sie nicht das die Geräte nur 5 Minuten mit einem Netzteil überstehen?“. Auf meine Frage wo man das nachlesen könne, sagte er „Das steht nicht in der Dokumentation, sollte aber eigentlich bekannt sein.“. Ganz toll. Muss man nun noch hellsehen können oder alle bekannten Fehler dieser Geräte auswendig lernen? Sehr seltsam. Das Problem, das die MSA nicht mehr neustartete wurde von ihm mit einem defektem Controller (MSA1000) begründet und dieser auch getauscht.

Eine Steißbeinfistel

ist ganz sicher etwas, das niemand haben möchte. Aber was wenn doch? Ich kann nur jedem empfehlen, diese so schnell wie irgendwie möglich entfernen zu lassen, da die einzige Therapie in dem „Herausschneiden“ und „von selbst Abheilen“ besteht. Um so länger man wartet, desto tiefer und größer wird die Wunde und damit auch die verbundenen Schmerzen und andere Dinge. Man sollte auch keine Angst vor der Operation haben, die ist relativ harmlos. Ab ins Krankenhaus, Narkosegespräch und die ganzen anderen Voruntersuchungen über sich ergehen lassen, unter Vollnarkose wird die Fistel entfernt und danach ist man, solange man keinen Druck auf die Wunde ausübt, so ziemlich schmerzfrei. Nach 2-4 Tagen kann man das Krankenhaus verlassen und muss von einem Chirugen die Wunde regelmäßig „prüfen“ lassen. Auch muss man die Wunde 3-6mal am Tag ausspülen und mit frischem, sterilem Verband ausstopfen. Nach ca. 2 Wochen ist diese dann soweit abgeheilt, das der Verband nur noch „aufgelegt“ werden kann. Mit etwas Glück kann man bereits nach 3 Wochen schon wieder über längere Zeit sitzen, sollte es aber trotzdem nicht übertreiben da gerade an den Rändern noch frische Blutungen entstehen können. Nach 4-5 Wochen sollte zwar noch eine sichtbare Wunde vorhanden, die Schmerzen und das Risiko frischer Blutungen sollten aber nicht mehr bestehen. Trotzdem sollte man, solange eine offene Wunde vorhanden ist, mindestens 3mal am Tag spülen und den Verband wechseln. Bis alles vollständig verheilt, also auch oberflächlich nichts außer einer Narbe zu sehen ist, vergehen mehrere Monate.

Im Fazit kann man nur sagen, solange man liegt ist alles wunderbar. Auch laufen und kurz sitzen ist kein größeres Problem. Wie schnell das allerdings geht, ist eine andere Sache. Am Anfang erinnert der Gang ehr an den eines Pinguins in Zeitlupe. Aber wie gesagt, um so früher man es behandeln läßt, desto kleiner ist die Wunde und desto schneller ist man wieder fit. Hat man einen Job in dem man den ganzen Tag sitzt, ist man sowieso mindestens 4 Wochen krank. Aber da muss man sowieso irgendwann durch.

Wer nicht weiß über was ich hier eigentlich schreibe sollte bei Wikipedia nachlesen.