Seit einer Woche ist es nun endlich soweit. Am 08.05.2009 Bestellt, ab 01.06.2009 Bezahlt und an 19.01.2010 geschaltet. Nachdem ich meine Fritz!Box 7170 endlich dazu überreden konnte mit dem Anschluss zusammenzuarbeiten habe ich mir die übertragenen Daten etwas genauer angeschaut.
T-Home verwendet 2 getrennte logische Verbindungen auf der DSL-Strecke. Um diese Trennung überhaupt zu ermöglichen, werden die Ethernet-Frames (die wiederum mit LLC Kapselung übertragen werden) mit einer VLAN-ID versehen. Dies ermöglicht dem Router jedes VLAN als getrenntes Netz zu betrachten. Über VLAN 7 wird eine PPPoE Verbindung aufgebaut. Diese Strecke wird auch als Default route verwendet. In VLAN 8 wird über DHCP eine IP-Adresse und einige Routen zu den IPTV Servern der Telekom übergeben. Über dieses VLAN werden auch die Multicast-Pakete des IPTV übertragen. Der Router selbst muss über einen IGMPv3-Proxy verfügen, um die im LAN angeforderten Multicast-Adressen über IGMP auf VLAN 8 anzufordern und lokal zu verteilen.
Wie funktioniert das ganze? Eigentlich recht simpel. Der Mediareceiver registriert sich im LAN als Multicast-Fähiges Gerät und meldet sich per Unicast an den IPTV Servern (xxx.iptv.t-online.de) der Telekom an. Von diesen Servern erhält das Gerät auch eine Liste mit Multicast-Adressen der einzelnen Kanäle. Schaltet man nun auf einen dieser Kanäle, meldet sich der Receiver per IGMP am DSL-Router für die Multicast-Adresse des Kanals an. Der Router sendet ebenfalls eine Anfrage per IGMP über VLAN8 und tritt so der Gruppe bei. Der Datenstrom wird zum Router übertragen (UDP, Port 10000) und dieser leitet die Multicast-Pakete auf dem Ethernet-Port weiter, von dem die Adresse angefordert wurde.
Um keine Verzögerungen durch Multicast-Joins beim Umschalten zu verursachen, wird der Kanal für ca. 10 Sekunden per Unicast (UDP, Port 2297)übertragen.
Alle aktiven Inhalte, wie beispielweise der EPG werden ebenfalls über VLan 8 übertragen.