Allnet-Flat inklusive Internet für 39,90 EUR im Monat

WOW – Erst dachte ich mich verlesen zu haben. Aber auch auf den zweiten Blick konnte ich keinen Haken bei diesem Angebot finden. 1und1 bietet seit kurzem eine Flatrate in alle Netze inklusive Mobile Internet Flatrate für nur 39,90 EUR/Monat an. SMS sind leider nicht im Paket enthalten, für ein Android 2.1 Smartphone wie das HTC Wildfire aber auch nicht zwingend erforderlich. Online lässt es sich im Zeitalter von Twitter, Facebook und StudiVZ sowieso besser mit Freunden “texten”.

Damit der Empfang auch überall sichergestellt ist, nutzt 1und1 das Vodafone Netz. Sollte es doch einen Haken geben, lasst es mich wissen. Auf den zweiten Blick aber auf jeden Fall eine Alternative zu teuren Flatrates anderer Anbieter. Und selbst wenn man für 0,09. / SMS 500 Nachrichten / Monat versendet, ist dieser Tarif immer noch günstiger als die Vodafone Superflat Allnet mit UMTS-Flatrate.

Hier geht es direkt zum Angebot von 1und1.

MeeGo 1.0 – Das Netbook Linux von Intel und Nokia

MeeGo, so der Name der aus Moblin und Maemo hervorgegangenen Linux-Distribution ist ein speziell für Netbooks und andere mobile Endgeräte entwickeltes System. Vorangetrieben von Intel, Nokia und unterstützt von der Linux Foundation (Ja, genau hier arbeitet auch Linus Torvalds) kann das Projekt eigentlich nur gelingen.

Das System:
Das System selbst basiert auf Fedora und verwendet einen aktuellen Kernel 2.6.33. uname -a meldet “2.6.33.3-11.1-netbook #1 SMP PREEMPT Fri May 21 20:52:54 UTC 2010 i686 i686 i386 GNU/Linux”. Auf meinem HP Compaq Mini 701EG wurden alle Geräte außer WLAN problemlos erkannt. Im Gegensatz zu Moblin konnte ich sofort Bluetooth und die Webcam nutzen. Um die interne Broadcom WLAN-Karte nutzen zu können, ist immer noch das Proprietäre Kernel-Modul “wl” von Broadcom erforderlich. Die Installation hatte ich früher schon einmal beschrieben. Etwas problematisch ist leider immer noch der integrierte LAN-Anschluss. Um eine Verbindung zu bekommen muss man das System mit eingestecktem LAN-Kabel starten. Trennt man das Kabel, friert der Kernel ein und es hilft nur noch ein Reset.

Die Oberfläche hat sich seit Moblin 2.1 leicht verändert. Der X-Server läuft nun nicht mehr als root sondern wird wie die meisten anderen Dienste unter der UID des Netbook-Benutzers gestartet. Weitere, getrennte User für die einzelnen Dienste hätten hier sicher noch etwas mehr Sicherheit gebracht. Leider fehlt auch diesmal ein IPTables-Script, um grundlegende Firewall-Regeln zu aktivieren. Für ein Netbook-Betriebssystem das auch direkt mit dem Internet verbunden wird nicht sehr vorteilhaft. Damit sind der über xinetd aktive CUPS und der avahi-Daemon aus dem Internet oder LAN angreifbar.

Firewall-Regeln:
Chain INPUT (policy ACCEPT 158K packets, 189M bytes)
pkts bytes target prot opt in out source destination
.
Chain FORWARD (policy ACCEPT 0 packets, 0 bytes)
pkts bytes target prot opt in out source destination
.
Chain OUTPUT (policy ACCEPT 113K packets, 9976K bytes)
pkts bytes target prot opt in out source destination

Offene Verbindungen:
Proto Recv-Q Send-Q Local Address Foreign Address State PID/Program name
tcp 0 0 0.0.0.0:631 0.0.0.0:* LISTEN 472/xinetd
udp 0 0 0.0.0.0:68 0.0.0.0:* 1023/dhclient
udp 0 0 0.0.0.0:35002 0.0.0.0:* 439/avahi-daemon: r
udp 0 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 439/avahi-daemon: r

Die grafische Oberfläche:
Am oberem Bildschirmrand befindet sich eine sehr übersichtliche Leiste mit Anwendungen, dem Systemstatus und anderen nützlichen Dingen. Startet man eine Anwendung, wird diese in einer “Zone” gestartet. Dieses Konzept sorgt für eine sehr aufgeräumte Oberfläche, auch bei sehr vielen geöffneten Programmen. Als Standardbrowser verwendet MeeGo Google Chrome (oder Chromium) anstelle des Mozilla.Browsers in Moblin. Der Seitenaufbau ist deutlich schneller und dank Flash 10.1 laufen auch Flash-Anwendungen deutlich schneller. Aber auch hier gibt es Schwächen. Chrome hat Probleme mit Seiten die per JavaScript neue Fenster öffnen, was vermutlich an der MeeGo Integration liegt. Der integrierte Client für Twitter und Last.fm erlaubt das direkte Posten von Nachrichten und das ändern des Status  aus der Oberfläche. Weitere Anbieter werden leider nicht unterstützt. Für

Fazit:
Trotz der enthaltenen Fehler und Probleme in Verbindung mit meinem Netbook ist MeeGo ein gelungenes und vor allem schnelles Netbook Betriebssystem. Ich kann es nur jedem Empfehlen, der einfach nur Online-Dienste nutzen möchte. Möchte man doch mal eine Kalkulation oder ein Textdokument erstellen, liegen Gnumeric und AbiWord bei. Zum Zeitvertreib sind einige Spiele enthalten.
Leider fehlen dem System einige Lizenzrechtlich geschützte Codecs wie MP3 oder mpeg2/4, diese lassen sich jedoch mit etwas Linux-Erfahrung nachrüsten. Hier noch einige Screenshots.