Jeder Nutzer einer UMTS-Datenkarte sollte das Problem kennen. Karte oder Stick an den PC gesteckt, Software unter Administratorrechten installiert und sobald man versucht, mit normalen Berechtigungen eine Verbindung herzustellen, Fehlanzeige. Aber warum ist das eigentlich so? Zum Beispiel das Vodafone Dashboard. Zuerst muss wie für jede andere Hardware auch der Treiber installiert werden. Die Software selbst kommuniziert dann mit dem Modem (Stick/ Karte/Box) über AT-Befehle. Um die PIN an die SIM-Karte zu übermitteln, sendet die Software “+cpin=”1234″ oder für die Verwendung eines APN +cgdcont=1,”IP”,”APN-NAME”. Diese Befehle lassen sich auch in den Modemeigenschaften unter “weitere Initialisierungsbefehle” als Administrator konfigurieren. Leider benötigt die Eingabe der PIN etwas Zeit. Bei meinen Versuchen habe ich es unter Windows nicht geschafft eine ausreichend lange Pause zu konfigurieren (was unter Linux übrigens problemlos funktionierte). Zähneknirschend habe ich also die PIN-Abfrage der Karte deaktiviert. Interessanterweise funktioniert die PIN-Eingabe wenn man den CPIN-Befehl in den Modemeigenschaften setzt, dann wählt, ein paar Sekunden wartet, die Eigenschaften wieder ändert um den APN zu hinterlegen und ein zweites mal wählt. Ob der Aufwand, den Gerätemanager jedes mal als Admin zu öffnen und das Modem hin und her zu konfigurieren sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden.
Die eigentliche DFÜ-Verbindung kann nun unter Netzwerkverbindungen angelegt werden.
Der Assistent wird unter Netzwerkverbindungen links über die Aufgabe “neue Verbindung erstellen” gestartet. Hier klickt man zuerst “weiter”, wählt anschließend “Verbindung mit dem Internet herstellen”, klickt “Weiter”, wählt “Verbindung manuell einrichten” und klickt erneut “Weiter”. In diesem Dialogfeld wird nun das UMTS-Modem ausgewählt. Hier sollte man aufpassen, nicht aus versehen ein eventuell vorhandenes internes Moden zu erwischen.
Sobald der richtige Haken gesetzt wurde, klickt man erneut auf Weiter. Als nächstes wird der Name der Verbindung eingegeben, zum Beispiel “Vodafone UMTS” eingetragen und mit “Weiter” bestätigt. Nun fragt der Assistent nach der Rufnummer. Für Vodafone UMTS ist an dieser Stelle “*99***1#” einzutragen. Es folgt ein die Bestätigung mit “Weiter”.
Nach dem Klick auf “Weiter” erscheint die Frage “Alle benutzer” oder “Eigene Verwendung”. Ohne Administratorenrechte kann hier nur “Eigene Verwendung” ausgewäht werden. Also Weiter. Nun fragt der Assistent nach “Benutzername” und “Passwort”. bei Vodafone muss hier nicht eingetragen werden. Es folgt ein klick auf “Weiter” und anschließend “Fertig stellen”. Doch es ist noch nicht überstanden. In der Standardeinstellung fragt das System bei jedem verbindungsaufbau nach Benutzername und Kennwort. Dies kann in den Eigenschaften der DFÜ-Verbindung im Reiter “Optionen” abgeschaltet werden. Hier sollte nur “Status anzeigen” ausgewählt werden.
Die meisten Anbieter unterstützen zudem keine Verschlüssenung und nur CHAP als Anmeldeprotokoll. Wieder in den Eigenschaften der UMTS-Verbindung, diesmal im Reiter “Sicherheit” kann die unnütze Prüfung abgeschaltet werden. Als Datenverschlüsselung wird hier “Keine” und Protokolle ausschließlich das Challenge-Authentication-Protokoll “CHAP” zugelassen.
Nun sollte die Verbindung hergestellt werden können. Zu beachten ist, manche Provider geben keine DNS-Server während des Verbindungsaufbaus an den Client. diese können aber unter dem Reiter “Netzwerk” in den Eigenschaften des Internetprotokolls “TCP/IP” konfiguriert werden. Für Vodafone ist hier “139.7.30.125″ als bevorzugter und “139.7.30.126″ als alternativer DNS-Server einzutragen.
Betsätigt man nun alle offenen Dialogfelder mit OK sollte man die RAS-Verbindung herstellen können. Viel Spaß beim Surfen.





