DNS-Problem öffentlich … und nun?

Ja, gute Frage. Das neuste Cache-Poisoning Problem könnte die Records im Cache eines DNS-Servers innerhalb weniger Sekunden umbiegen. Soweit bekannt, haben die meisten Provider, Domainhoster und größere Firmen ihre Systeme bereits gefixt um Angriffe deutlich zu erschwehren. Aber was ist mit den ganzen kleineren Serverbetreibern deren DNS-Zonen auf die Bind9.1.x Server von 2005 Delegiert wurden? ich schätze mal, das 30% dieser Systeme definitiv angreifbar sind. Was passiert, wenn einer dieser Server zb. von einer Gemeinde oder einem Onlineshop betrieben wird? Tickende Zeitbombe. Wurde der DNS-Cache manipuliert, könnte der FQDN sales.domain.tld direkt auf einen Phishing-server zeigen ohne das der Nutzer irgendetwas merkt. Oder wer startet schon für jede IP die er währen einer Browsersession auflöst einen traceroute um herauszufinden wo der eigentliche Server steht? So genau kann man das aber auch nicht sehen. Manche Firmen haben ja zb. dateitausch.firma.tld auf die eigenen Server umgeleitet. Ich kann nur jedem, der in irgend einer Weise DNS nutzt raten, die Patches für sein Betriebssystem schnellstmöglich einzuspielen. Früher oder später wird es sicher prominente Fälle von Cache-Poisoning mithilfe dieser Technik geben.

Details findet ihr hier:
http://www.isc.org/sw/bind/docs/Vulnerability_Discussion.pdf

DNS-Fehler für google.de?

Gestern Nachmittag, gegen 15:00-16:00 Uhr konnte aus irgendwelchen gründen google.de weder über die root noch die Provider DNS-Server aufgelöst werden. Entweder wurde die Domain mal wieder irgendwohin delegiert oder die DNS-Server des Anbieters waren nicht erreichbar. Die US DNS-Server (die übrigens auf andere Server zeigen) haben noch tadellos funktioniert. Auch ein Aufruf über die IP war noch problemlos möglich. Was mich nur immer wieder wundert, es gibt doch ziemlich viele Menschen die das Internet (eigentlich ja ein weltweites IP-Netz) af google (Anbieter verschiedener L5 Dienste) reduzieren. Komisch auch das das Problem scheinbar nur in Deutschland auftrat. Mal sehen was die Presse in den nächsten Stunden/Tagen dazu schreibt.

Bug in groupmems (sys-apps/shadow)

Normalerweise sollte man durch ein “groupmems -a USER -g GRUPPE einen Benutzer einer Gruppe hinzufügen können. Da ich sonst eigentlich immer die User in /etc/groups eingetragen habe, habe ich das nie bemerkt. Nun wollte ich es allerdings einmal über groupmems eintragen und siehe da, ein BUG.

groupmems -a USER -g GROUP
[ 3296.300794] groupmems[10192]: segfault at 0000000c eip 080497ed esp bfe6a6d0 error 4

Das passiert auch wenn die Gruppe nicht existiert. Das das einen Segfault verursacht, kann ja nicht im Sinn des Erfinders sein. Ich bin leider kein Entwickler und kann das Problem weder Lokalisieren noch beheben. Ich habe es auf 3 Systemen mit unterschiedlichen Architekturen (Via-C3, AMD64, Prescott, i586) getestet, überall das selbe. Scheint tatsächlich ein Bug zu sein.

Windows Vista Erfahrungsbericht

Windows Vista – DAS neue Betriebssystem vom Microsoft. Was andere auch davon halten, ich bin der Meinung dieses Betriebssystem ist einfach noch nicht ausgereift und eignet sich nur bedingt für den produktiven Einsatz. Warum ich diese Meinung hahe? Ich habe Vista seit dem erstem PublicBeta im Auge und getestet. Ich hatte nicht nachvollziehbare Bluescreens, hänger, Programmabstürze und vieles mehr. Auch muss man fairerweise sagen, die neue Shell macht schon einen sehr schönen Eindruck, verbraucht aber einfach viel zu viele Ressourcen. in 1 Jahr, wenn jeder eine DualCore CPU und DX10 fähige Grafikkarten im PC hat sollte Aero problemloser laufen. Aber das ist nicht der Grund meiner Meinung. Schließlich kann man Aero auch abschalten. Viel mehr wundert mich das .net2.0 Anwendungen instabiel Laufen, wichtige Programme einfach abstürzen und selbst das aus dem selbem Haus stammende Microsoft Office2003 (oder früher) einfach viel zu viele Probleme unter Vista hat. Selbst mit dem neustem Servicepack. Auch merkwürdige angewohnheiten wie plötzlicher verlust des Default-Gateway´s oder inaktive Firewall an einem externem Netzwerk haben meine Meinung mehr geprägt als Aero. Viele neue Features die mit Vista versprochen wurden wie die MSH oder WinFS sind nicht enthalten. Viele Hersteller liefern ihre Computer mit einer MSDE2007 basierenden Search-Engine aus die das ganze System nich viel langsamer macht. Ein Sony Vaio einer Privatperson benötigt ca. 10 Minuten für einen Kaltstart. 1 Minute bis zur anmeldung und 9 Minuten bis alle Dienste wirklich gestartet sind. Ist das wirklich die Zukunft? Wie lange hält eine Hybrid-Festplatte wenn Vista ununterbrochen im Flash herunschreibt? Mal angenommen ich habe das Gerät 14h/Tag im Betrieb ist nach spätestens 2 Jahren Feierabend. Was ich allerdings sehr gut finde sind die erweiterten Sicherheitsfunktionen. Erinnert mich irgendwie an das Konzept der *nix derivate. Wer schon einmal SuSE 10.3 mit KDE4 getestet hat weiß was ich meine. Mal abwarten was sich mit dem ServicePack noch alles ändert.