Nachdem es nun dieses Jahr erstmals ein Feuerwerkskörper-abbrennverbot in Rudolstadt gab, war auch die Stimmung nicht gerade die beste. Am Abend waren mehr Sicherheitskräfte als Einwohner auf den Straßen unterwegs. Es währe mal schön zu wissen, was mit den Einnahmen durch Strafen gegen das Verbot geschieht und wie hoch diese insgesamt waren. Als sich dann gegen 23:30 Uhr einige Menschen an der Hauptstraße versammelten, um ihre Feuerwerke zu zünden, hatten die vorbeifahrenden Autos mit entgegenkommenden Raketen und anderen Feuerwerkskörpern zu kämpfen. Wer auf dem Schloss das Spektakel beobachten wollte, stand ebenfalls vor verschlossenen Toren. Jedeglich die Gäste des Schlosscafès konnten den Schlosspark nutzen. Langsam bekommt man in Rudolstadt das Gefühl, politische Entscheidungen werden nur noch zu Gunsten einzelner und nicht mehr der Masse getroffen. Parkplätze zu Gunsten privater Investoren abgeschafft, Veranstaltungen dürfen von direkten Anwohnern (die wie ich im Gelände wohnen) nur noch mit Sondergenehmigung betreten/durchquert werden, Parkplätze werden bereits 5 Tage vor Veranstaltungsbeginn ohne die Anwohner zu informieren gesperrt (und natürlich Strafzettel verteilt), mehr oder weniger sinnvolle Ampelschaltungen mit teilweise Kilometer langen Staus in der Innenstadt geschaltet, Parkzettel können Nachts nicht mehr gelöst werden (wer Spät/Nachtschicht arbeitet und seinen doppelt vergebenen Stellplatz nicht nutzen kann, ist nicht in der Lage einen Parkschein zu lösen) [...]. 2011 erwartet und dann auch nichts besseres. Zwei weitere Parkplätze sollen Ersatzlos abgeschafft werden, wer weiß was noch alles kommt.
Trotzdem, gesundes neues Jahr 2011.