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Gigabyte GA-D525TUD – DualCore Atom Mini-ITX Mainboard

Seit einiger Zeit suche ich nach einem möglichst günstigem, stromsparendem, Linux-tauglichen und mit 4 SATA-Ports ausgestatteten Mainboard für meinen Heimserver. Nach einigem hin und her habe ich mich für das Gigabyte GA-D525TUD entschieden.

Zur Ausstattung:

Die ersten beiden SATA-II Anschlüsse werden über den Standard 82801GR/GH (ICH7 Family) SATA AHCI Controller bereitgestellt.  Der onboard “Realtek RTL8111/8168B” Gigabit Ethernet Chip ist intern genau wie der von Gigabyte “Gigabyte SATA-II Controller” getaufte “JMicron 20360/20363 Serial ATA Controller” über PCI Express angebungen. Leider wird der am 82801G (ICH7 Family) High Definition Audio Controller angebundene Realtek ALC887 noch nicht von ALSA unterstützt. Alsactl meldet “Unknown hardware: “HDA-Intel” “Realtek ALC887″ “HDA:10ec0887,1458a002,00100302″ “0x1458″ “0xa002″. Anwender, die dieses Board als Multimedia-System einsetzten wollen, sollten dies beachten. Leider kann im BIOS nicht sehr viel Speicher für den “Intel Pineview” Grafikchip” zugewiesen werden, was wieder gegen Multimedia-Einsatz spricht. Für Erweiterungskarten steht ein normaler PCI-Slot zur Verfügung.

Hardware-Monitoring

Das Board verfügt noch über einen it8720-isa-0290 Hardware-Monitoring Chip und den üblichen coretemp-Sensor bei Intel-Prozessoren. Beide werden vom LM-Sensors-Projekt unterstützt und auch richtig erkannt. Es können die üblichen Spannungen, Coretemp und Lüfterdrehzahl problemlos abgefragt und überwacht werden.

Leistung

Die beiden Kerne und die HT Unterstützung machen sich unter Linux bemerkbar. Im Vergleich zu meinem EPIA C7 1Ghz System ist der Atom um das 5-10 Fache schneller. Leider fehlt ihm eine Hardware-AES Engine zur Festplattenverschlüsselung, was den kleinen Prozessor beim Verschlüsseln von Software-Raids an seine Grenzen bringt. In den beiden DDR3 Speicherbänken können maximal 4GB PC3-800 Speicher installiert werden. Für einen Heimserver mehr als ausreichend.

Fazit

Das Mainboard ist in Preis/Leistung fast nicht mehr zu überbieten. Das fast perfekte Mainboard für einen Heimserver. In Verbindung mit einem IDE-Flash Modul für das Betriebssystem stehen 4 SATA-Ports zur Verfügung. Zusammen mit dem Chenbro ES34069 ergibt das einen sehr stromsparenden Heimserver.

Weitere Informationen zum Mainboard bei Gigabyte

Firefox 4 kommt!

Die kommende Version des Firefox-Browsers bringt einige nützliche Neuerungen. Als erstes fällt das neue Design auf. Es erinnert nun ehr an Googles Chrome oder den Internet Explorer 8. Ganz rechts neben den Browsertabs befindet sich nun ein Symbol zum Gruppieren von Tabs. Das ermöglicht, gerade bei mehreren Web Recherchen, gleichartige Seiten bequem zu gruppieren. Auch ganz nützlich sind die neuen “App Tabs”. Hier wird nur noch das Favicon eines Tabs angezeigt.

Unter der Haube wurde der Browser für HTML5 flott gemacht, nutzt nun Hardwarebeschleunigung und verwendet eine schnellere JavaScript Engine. Die Oberfläche kann nun mit Multitouch und Gesten bedient werden, was für Touchscreen Systeme einige Vorteile bringt.

Nutzt man Firefox an mehreren Systemen, können alle Einstellungen über Firefox Sync online synchronisiert werden. Möchte man seine Daten nicht an Mozilla senden, kann mit etwas technischen KnowHow ein eigener Wave-Server im Heimnetz installiert werden.

In der Summe macht das Surfen deutlich mehr Spaß als mit dem Vorgänger oder anderen Browsern. Einzig Microsofts WebSlices könnten manche zur Nutzung des Internet Explorers überreden.

Die derzeit aktuelle Version ist Beta4, die allerdings schon sehr gut funktioniert und die meisten Features der endgültigen Version enthält.

Mehr dazu findet ihr direkt bei Mozilla.

LPIC-1 Prüfung 102 bestanden – eine kurze Zusammenfassung

So. Heute hatte ich die zweite und letzte Prüfung zur LPIC-1 Zertifizierung.  Leider hatte ich den Termin etwas vergessen und bin quasi ohne Vorbereitung in die Prüfung. Ich kann nur jedem raten, dies nicht nachzumachen. Glücklicherweise habe ich dennoch bestanden. Also, die Prüfung bestand aus folgenden Teilen:

Kernel:
Viele Fragen zu Modulen, Parametern und Pfaden. Unbedingt auch die älteren Kernel (2.2 und 2.4) anschauen, da einige Fragen dazu auftauchen. Auch sollte man das Auswerten der Kernelmeldungen während der Startphase beherrschen.

Bootvorgang, Initialisierung und Runlevel:
Einige Fragen zum sysV-Init, inittab oder Fragen zum Ablauf des Bootvorgangs. Man sollte sich in der Vorbereitung auf jeden Fall mit dem internem Aufbau des INIT-Systems beschäftigen. Dazu kommen Dinge, wie default-Runlevel oder wie man das System in einen Wartungsmodus versetzen kann. Da hier ziemlich viele Fragen auftauchen, sollte man dieses Thema beherrschen.

Drucken:
Hierzu kann ich leider nicht viel sagen. Nur, befasst euch auf jeden Fall mit cups, ghostscript und der Verwendung der Druckerfilter. Dieses Gebiet war und ist meine größte Schwäche.

Dokumentation:
Interner Aufbau der Manpages, Quellen im Internet, Befehle zum Aufruf der Hilfeseiten aber auch viele Fragen im Stil von “Welche MAN-Kategorie enthält Informationen über XYZ”. Dieses Thema sollte man nicht unterschätzen.

Shell, Scripting, Programmieren und Kompilieren:
Bitte auf jeden Fall mit bash-scripten, awk, sed und anderen Tools beschäftigen. Hier werden sehr viele Fragen mit Eingabefeldern erscheinen.

Administrative Tätigkeiten:
Userverwaltung des Systems. Verschiedene Login-Systeme und die Konvertierung der PW-Dateien untereinander sollten bekannt sein. Denkt besonders an die Profilvorlagen und die Befehle zum anlegen, ändern und löschen von Benutzern oder Gruppen. Es erscheinen auch Fragen zum internem Aufbau der PW-Dateien.

Netzwerkgrundlagen:
Von iptables, über routing bis zur Vergabe von Adressen sollten alle grundlegenden Befehle bekannt sein. Auch sollte man wissen, wie der Netzwerkstack unter Linux arbeitet und wie iptables mit Paketen umgeht. Es kommen nur grundlegende Fragen. Bei mir erschien keine Frage nach z.B. Policyrouting oder Trafficpriorisierung.

Netzwerkdienste:
Einige Fragen zu grundlegenden Diensten wie SSH, Telnet, FTP oder HTTP. Auch sollte man die Funktionsweise des TCP/Wrappers kennen und mit Diensten wie inetd umgehen können. Dazu sollte man zumindest die Position der Konfigurationsdateien im Dateisystem kennen. Wie man Apache konfiguriert muss man nicht wissen, dass man ihn nicht zweimal auf dem selben Port einer Adresse (KEINE VHOSTS) starten kann, schon.

Sicherheit:
Viele viele Fragen zu Dateirechten, Defaulteinstellungen und anderen Dingen. Ich konnte die Fragen aus dem Bereich “Benutzerverwaltung” nicht von den Fragen zum Thema “Sicherheit” auseinanderhalten. Auf jeden Fall sollte man mit Dateirechten klarkommen und die Berechtigungen der wichtigsten Dateien/Ordner kennen (zb. /etc/passwd).

Fazit:
Ich möchte noch sagen, dass manche Fragen sehr schlecht gestellt sind und teilweise mehrere Befehle in Frage kommen. So wurde ich gefragt, wie ich die Konfiguration des NFS-Dienstes neu einlesen kann. Gefragt wurde nach einem Befehl. Da mit aber mehrere Möglichkeiten einfallen, besteht nur eine relativ geringe Chance solche Fragen richtig zu beantworten. Auch wird manchmal nach Pfaden z.B. des Kernels gefragt, ohne eine Version anzugeben. Nun hat man eine 50/50 Chance indem man den richtigen Pfad für Kernel 2.4 oder 2.6 angibt. Teilweise bestehen solche Fragen nur aus einem Satz. z.B. Mit welchem Befehl drucken Sie die Mailwarteschlange? Öhm, drucken auf dem Drucker oder auf dem Bildschirm? Besser ist es doch zu fragen, wie man die Mailwarteschlange am Drucker ausgibt. Also, aufpassen, manche Fragen können nicht sicher richtig beantwortet werden. In der Summe allerdings, ist der Test ganz Ordentlich und für jeden, der sich auf dem System auskennt, ohne Vorbereitung zu schaffen.

LPIC-1 Prüfung 101 bestanden – eine kurze Zusammenfassung

Direkt nach der Anmeldung zum Test am Prometric Testrechner erscheint ein Hinweis zur Geheimhaltung der Fragen. Bestätigt man diesen, geht der Test auch schon los. Die Prüfung besteht aus 60 Fragen. Jede Frage hat eine andere Gewichtung, in der Summe sind maximal 800 Punkte zu erreichen. Zum bestehen sind mindestens 500 Punkte erforderlich. Die Fragen stammten aus 5 Bereichen. Diese waren:

Hardware und Systemarchitektur

Fragen zur verwaltung von Geräten, seriellen-/ USB- Snittstellen, BIOS, Fax/Modem und Bussysteme (SCSI, IDE)

Zur Vorbereitung sollte man sich auch mit älteren Architekturen wie SCSI-1, ISA oder USB-Unterstützung älterer Kernel auseinandersetzen.

Linux-Installation und Paket-Management

Diese Fragen befassten sich mit dem Installieren, deinstallieren, konvertieren, aktualisieren und verteilen von Paketen. Es wurden sehr viele Fragen zu .tgz Archiven, .deb und .rpm Paketen gestellt. Schwerpunkt war ganz klar der Umgang mit Binärpaketen.

Zur Vorbereitung sollte man auf jeden Fall sämtliche Komponenten des debian Paketmanagers und die einzelnen Parameter dieser Programme kennen. Über den Redhat Packagemanager sollte man auf jeden Fall sämtliche Befehlsmodi mit allen Parametern kennen und beherschen.

Gnu- und Unix-Befehle

Der Umgang mit der Userverwaltung, dem Prozessmanagement und diversen Stream-/interaktiven Texteditoren muss sitzen. Es werden einige Fragen zu sed-suchmustern, VI Kommandos oder Pipes/Ausgabeumleitungen erscheinen. Aber auch selten benötigte Tools wie zb. “od” müssen zumindest bekannt sein. Diese Tools erscheinen auch in Fragen die im zusammenhang mit der Paketverwaltung stehen (zb. rpm -qa | grep …..) -> wie filtern sie alle Pakete den XF86 Projektes?

Hier sollte der absolute Schwerpunkt beim lernen gesetzt werden. Der Umgang mit den GNU Coreutills und diversen anderen standardprogrammen muss absolut sitzen. Hier werden sehr viele Textfragen gestellt. Wissen Sie wie man die Ausgabe gleichzeitig auf den Bildschirm und in eine Datei schreibt? Wie ersetzen Sie mit sed die Zeichenfolge Hallo in Textdatei xyz durch abc? Solche Dinge müssen absulut sitzen.

Devices, Linux-Dateisysteme, FHS

Der Umgang mit dem FHS sollte eigentlich jedem vom anfang an klar sein. Wo liegen Shared-Library´s? Was hat der FHS für einen Sinn? Wie Profitieren Softwareprojekte vom FHS? Es sollte auf jeden Fall klar sein, was der FHS versucht zu erreichen und wie diese Hirachie aufgebaut ist. Da dies die absolute Lerngrundlage bildet, sollte man hier relativ wenig Probleme bekommen. Was Device-Files angeht, muss man auf jeden Fall wissen, wie der Kernel verschiedene Geräte benennt. Fragen zu UDEV oder HAL sind nicht Teil des Tests.

Das X-Window System

Hier unbedingt aufpassen. Die Fragen beziehen sich auf das XF86 Projekt, und nicht den xorg-server. Wer sich mit einer aktuellen Distribution vorbereitet, kann hier massive Probleme bekommen. Die Fragen beschäftigen sich mit dem Fontserver, dem Displaymanager, Remotezugriff, Shellvariabeln und diversen Problemen mit der Darstellung. Es tauchen aber auch Fragen zur Anpassung der Default-einstellungen der bekannten Displaymanager auf.

Zur Vorbereitung, ich kann es nicht oft genug schreiben, unbedingt XF86 verwenden. Sollte man zb. bei der Frage nach dem Pfad der X Konfigurationsdatei /etc/X11/xorg.conf angeben, ist dies natürlich falsch. Zur Vorbereitung am besten eine ältere Distribution, stand ca. 2005 verwenden.

MS-Test 70-298 erfolgreich abgeschlossen

Fast ohne Vorbereitung habe ich heute die Prüfeng 70-298 erfolgreich abgeschlossen. Der Prüfungsablauf war diesmal etwas anders. Ich hatte 6 Fallstudien, zu jeder Studie 5-12 Fragen und für jede dieser Studien 10-30 Minuten Zeit. Da ich aber die studie lesen muss, bevor ich die Fragen beantworten konnte, blieben mir für bestimmte Fragen weniger als eine Minute. Weiß man etwas nicht sofort, sollte man sofort zur nächsten Frage gehen um nicht zu viel Zeit zu opfern. Weiterlesen