Loveparade 2010 – Trauerfeier wird zum Medienspektakel? Bürgermeister abgetaucht?

Verfolgt man die letzte Tage die Nachrichten in den Medien und im Internet könnte man fast denken, jeder versucht mit diesem sowieso schon schrecklichen Unfall noch Zuschauer und Leser zu fangen. Der Stern nennt das ganze neuerdings “Todestanz”, andere sprechen von “Todesparty”, “Horror-Veranstaltung” oder ähnlichem. Meiner kleinen unbedeutenden Meinung nach sollte man einfach nur Trauern und nicht jeden Tag neue Kunstwörter oder Verdächtigungen hervorbringen. Für die Angehörigen ist das auch so schon schwer genug.

Mit Loveparade hatte diese Veranstaltung die letzten Jahe sowieso nichts mehr zu tun. Ich selbst war das letzte mal 2003 in Berlin. Hier konnte man die “Dauerwerbesendung” schon gut beobachten. Mit dem eigentlichem Sinn der Parade, einfach nur eine geile Party für Friede, Freude, Eierkuchen zu veranstalten hat das ganze schon länger nichts mehr zu tun.

Aber was hilft das den Opern der Parade? 1 Millionen Euro sind bereitgestellt, für Entschädigungen vom Veranstalter, eine sogenannte Soforthilfe … für 21 Tote und über 80 teilweise Verletzte?

1 000 000 / 21 = 47620,-EUR pro Kopf (wenn diese Hilfe nur für die Angehörigen der Opfer verwendet wird)
Würde man 50% für die Angehörigen der Toten und 50% für die verletzten ausgeben, blieben:
500 000 /80 = 6250,-EUR
500 000 /21 = 23810,-EUR

Soviel kostet also ein Menschenleben oder ein Verletzter bei einer total verpfuschten Veranstaltung? Ohne Worte. Lasst uns lieber den Opfern in aller Stille gedenken und diesen Medienrummel ignorieren.

Was bringt denn eine Trauerfeier im Fußballstadion wenn alle unwichtigen Politiker von der Polizei abgeschirmt in der Kirche sitzen und das ganze noch Live übertragen wird? Naja, nicht ganz, der Bürgermeister war nicht anwesend.

Gebt das Geld für Polizeischutz, Medienübertragungen und anderen Quatsch lieber den Unfallopfern und Hinterbliebenen. Ich will nicht wissen was diese Trauerfeier gekostet hat.

Noch 1 Monat bis zum 20. Tanz und Folk Fest (TFF) in Rudolstadt

Noch wenige Wochen bis zum 20. TFF in Rudolstadt. Was das ist? Das Rudolstädter Tanz und Folk Fest in das größte Festival dieser Art in Deutschland. Wie immer gibt es einen Länderschwehrpunkt, diesmal Äthopien, der die musikalische Richtung des TFF vorgibt. Es sind aber nicht nur Künstler aus diesem Land, sondern aus aller Welt zu bewundern. Das ganze Spektakel findet immer am 1. Juli-Wochenende statt und hat durchschnittlich 60000 Besucher, was dem dreifachen der Einwohnerzahl Rudolstadts entspricht. Extra für das TFF gibt es mehrere Zeltplätze und Unterkünfte in der ganzen Stadt. Aber Achtung, die besseren Unterkünfte sind immer sehr schnell ausverkauft. In den nächsten Tagen gibt es hier noch ein Fotoalbum der vergangenen Festivals.
Was die Anwohner in dieser Zeit machen? Diese Musik ist nicht jedermanns Geschmack. Einige sind voll dabei, manche (inkl. mir) mögen einfach nur die Stimmung und wieder andere hassen es einfach nur.
Weitere Informationen gibt es auf der Offiziellen Website des TFF.

Rudolstädter Altstadtfest 2010 – Sonntag – Tanzwettbewerb

Am Sonntag gab es nun wieder den großen Tanzwettbewerb. Moderiert wie immer von Hendrik P. (was er sehr gut beherrscht). Zum Glück hielt das Wetter fast über die komplette Veranstaltung einigermaßen trocken (bis auf einige kurze Schauer) und pünktlich zum Ende der Veranstaltung fing es an ununterbrochen zu regnen.
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