Erste Teilprüfung zum Operativen Professional bestanden

Es ist geschafft. Die ersten Prüfungen zum ersten, fachspezifischem Teil des IT Projektleiters sind bestanden.

Es mussten 3 Situationsaufgaben aus dem Bereich IT Projektmanagement bewältigt werden. Je Prüfungsteil gab es 3 Stunden, 5 bis 8 Aufgaben pro Situation und sehr viel zu schreiben. Zum Glück war das Szenario in allen 3 Prüfungen das gleiche. In der ersten Prüfung ging es primär um Projektanbahnung, so mussten zum Beispiel ein Projektstrukturplan, Arbeitspaket Beschreibungen und ein Phasenmodell erstellt/beschrieben werden. In Teil 2 lag der Schwehrpunkt auf der Durchführung. Rollenbeschreibungen für das Team, Kommunikationsplan, Konfliktlösung und andere gleichartige Fragen dominierten das Aufgabenblatt. Teil 3 beschäftigte sich mit dem Projektabschluss. Dieser Prüfungsteil war in Englischer Sprache, was das ganze noch etwas verkomplizierte. Inhalt war zum Beispiel die Beschreibung der wichtigsten Punkte zur Erstellung eines Benutzerhandbuches, Anforderungen der Anwender zu schätzen oder das Marketing des Produktes vorzubereiten.

Im ganzen eine ziemlich anspruchsvolle Prüfung. Nach meinen Informationen müssen 7 von 12 in die mündliche Nachprüfung. Viel Glück an dieser Stelle. Ich habe diesen Teil glücklicherweise gut genug abgeschlossen um keine weitere mündliche Prüfung ablegen zu müssen.

Weiter geht es nun mit der Projektarbeit und dem schulischen Teil “Mitarbeiterführung und Personalmanagement”. Zwischendurch ist noch eine Ausbildereignungsprüfung abzulegen. Mal sehen wie das so wird ;) .

Meister-BAföG – Sehr lange Bearbeitungszeit und viel Ärger

So kennt man das ja von deutschen Behörden. Mehrere Monate Bearbeitungszeit und dann kommt ein Brief “Bitte reichen Sie uns Unterlage XY nach”. So ähnlich geht es mir im Moment mit meinem Meister-BAföG Antrag für eine nebenberufliche Weiterbildung bei der IHK. Der Witz an der Sache, der Antrag kann erst nach Kursbeginn eingereicht werden und erst nach Genehmigung/Bearbeitung kann der Kredit für die Finanzierung beantragt werden. Die IHK schreibt allerdings die erste Rechnung noch bevor eine einzige Unterrichtsstunde stattgefunden hat. Kurz darauf die Rechnung für die erste Prüfung. Wer nicht “mal schnell” 1800,-EUR liegen hat, kann die Weiterbildung eigentlich nicht ablegen.

Die Werbung der IHK beschreibt in etwa folgendes:

Finanzierungsunterstützung über Meister-BAföG und für die Restsumme ein günstiger Kredit der KfW-Bank – nach abgeschlossener Weiterbildung zahlen Sie die Finanzierung bequem in Monatlichen Raten ab.

Aber nirgends ist die Rede, dass der erste und zweite Teil der Rechnung aufgrund des trägen Amtsschimmels selbst vorfinanziert werden muss. Vorher wird quasi alles versprochen und nach 4 Wochen kommt jede Woche ein neuer Hammer. Zuerst vom BAföG-Amt, “Bearbeitungszeit 3-6 Monate”, dann von der IHK “Rechnung Teil1, Zahlung sofort, Rechnungsdatum vor 5 Tagen” und dann gleich nochmal von der IHK “Prüfungsgebühr für ihre Prüfung in 5 Monaten – zahlbar in 14 Tagen”.

Richtig müsste es aber heißen:

Haben Sie genug Geld? Dann machen Sie doch eine Weiterbildung bei uns und holen sich die Kosten teilweise nachträglich über Förderung wieder. Kein Geld zur Hand? Pech gehabt. Bildung nur für Geld. Viel Geld.

Naja, einmal angefangen sind auf jeden Fall der erste Teilbetrag und die Prüfungsgebühren fällig. Leicht verdientes Geld wenn die ersten Teilnehmer bis zur Auszahlung des BAföG verhungert oder in Privatinsolvenz gegangen sind, weil das eigene Finanzierungskonzept auf dem versprochenem Kredit und dem Fördergeld aufbaut.

So, abschließend noch Grüße nach Weimar und Erfurt. Hoffentlich ist dies eine Warnung an andere die sich bei ihrer Weiterbildung auf leere Versprechungen, Finanzierungsangebote und Ämter verlassen möchten. Wer das Geld selbst aufbringt, spart sich viele viele graue Haare, Zeit, Nerven und Ärger.

Informationsveranstaltung zu IT-Weiterbildungen an der IHK Erfurt

Am 12. August 2010 findet ab 16 Uhr eine Informationsveranstaltung zu IT-Weiterbildungen der IHK Erfurt statt. Es werden wie jedes Jahr die Weiterbildungen und Zertifizierungen der IHK vorgestellt und Fragen beantwortet. Genauere Informationen zur Veranstaltung findet ihr bei der Firma Mideus und der IHK Erfurt.

IT-Weiterbildung und Zertifizierungen haben in den letzten Jahren immer mehr an Gewicht gewonnen. Auch wenn es im Handwerk üblich ist, nach einigen Jahren seinen Meister abzulegen, kennen nur wenige die sogenannten Operativen Professionals der IHK. Vergleichbar mit einer Meister-Ausbildung wird in der Weiterbildung das nötige Wissen zu Mitarbeiterführung/Personalwesen, Betriebswirtschaft und Projektmanagement vermittelt und geprüft. Im Gegensatz zu einem Studium ist das Wissen Praxisorientiert und qualifiziert den Absolventen direkt als Team-, Projekt- oder Abteilungsleiter. Das technische Wissen, wie zum Beispiel C++ Programmierung, SQL Entwicklung Fähigkeiten wie Linux-/Windows-/Mac-OS Systemadministration sind hier nicht direkt Teil der Ausbildung, sondern wird quasi von vorangegangenen Ausbildungen (Fach-/ oder Wirtschaftsinformatiker/in) oder Qualifikationen (IT-Systemadministrator (IHK), MCSE, LPIC, CCNA) gefordert.

IT-Systemadministrator (IHK) erfolgreich abgeschlossen

IT Systemadministrator (IHK)

Zertifikat IT Systemadministrator (IHK)

Es ist vollbracht. Nach 6 Monaten habe ich nun die Abschlussprüfung, die im wesentlichem aus einer Präsentation und einem Fachgespräch bestand, erfolgreich bestanden. Es folgte noch ein Händeschütteln, ein Bewertungsbogen der einzelnen Kurse und Dozenten und natürlich das Zertifikat.

Zum Ablauf:
Während der Weiterbildung musste ein Projekt durchgeführt und dokumentiert werden. Siehe dazu diesen älteren Artikel. Diese Dokumentation wurde nun von der IHK studiert und bewertet. Glücklicherweise habe ich alle Teilprozesse ausreichend beschrieben, so das fast keine Fragen offen blieben. Nun musste dieses Projekt zusätzlich in einer Präsentation vorgestellt werden. Diese sollte 20 Minuten dauern und einen möglichst guten Überblick der Vorgänge vermitteln. Anschließend folgten einige Fragen zur Präsentation. Da ich noch niemals zuvor eine Präsentation halten musste, eine ziemliche Herausforderung. Hat man es aber erst einmal überstanden, kommt einem alles halb so Wild vor. Zumindest ist es mir so ergangen. Ein kleiner Tipp: Ich habe alle Dokumente mir OpenOffice.org erstellt und zur Präsentation OpenOffice Portable von portableapps.com auf einem USB-Stick installiert. Damit konnte ich Impress und die Präsentation direkt vom Stick starten. Auch sollte man eine Presenter-Maus/Fernbedienung oder Funkmaus mitbringen. Vor Ort gab es zu meinem erstaunen leider nur eine kabelgebundene Maus.

Für alle die diese Zertifizierung erwerben möchten, der Schwierigkeitsgrad ist um einiges einfacher als bei MCSE-Prüfungen (70-293, 294, 298). Allerdings bekommt man die komplette Bandbreite der IT-Systeme vermittelt. Für mich besonders Interessant war das Thema Telekommunikation und der Onlinekurs Projektmanagement.

Also, worauf wartet ihr noch? :-)

Weiterbildung der IHK IT-Systemadministrator

Wie in einem früherem Beitrag geschrieben, habe ich ja diese Weiterbildung angefangen. Ich möchte einmal einen kurzen Überblick über die Kurse und deren Inhalte geben. Die Kurse finden im Schulungsraum der IHK statt und werden in der Regel von freien Dozenten geführt. Die Koordination erfolgt über eine externe Firma im auftrag der IHK. Während der 14Tägig stattfindenden Kurse wurden bisher folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen Windows Server 2003 (4 Tage)
    Manuelle/Automatische Installation des Betriebssystems, Installation von Active Directory, Grundlagen DNS, AD-Replikation, Gruppenrichtlinien, Netzwerkfreigaben, Berechtigungen (NTFS, Share, AD), AD-Verwaltungsstrukturen, Systemsicherheit und Netzwerkgrundlagen.
  • Grundlagen Anwendungsserver (2 Tage)
    WSUS, Dateireplikation, Softwareverteilung, Remoteinstallation, InternetInformation Services, Gruppenrichtlinien, Serverrollen und Remoteverwaltung.
  • Grundlagen U*IX/Linux (4 Tage)
    Entstehungsgeschichte, Dateirechte, Systemdesign, Dateitypen, Dateisysteme, Kernel-Schnitstellen, Installation SuSE Linux, Paketmanagement, INIT-Konzepte und Steuerung, Shellscripting, Benutzer-/Gruppenverwaltung und Systemsicherheit/Updates
  • Telekommunikation (2 Tage)
    Grundlagen Netzwerke, Entstehung der Vermittlingstechnik, Analoge-/Digitale Übertragungstechniken, Netztopologien und Grundlagen der Elektrotechnik.
  • Internetprogrammierung (2 Tage)
    Grundlagen Internetprotokolle, InternetServiceProvider, Rechtliche/Sicherheitstechnische Probleme bei Webanwendungen, Einstieg PHP, Einstieg CSS1, HTML-Editoren (WASIWAG, Text), Webseitenoptimierung, Suchmachinen und diverse Programmieraufgaben (Counter, Gästebuch, Forum, Chat)

Es folgt nun noch der Kurs Datenbanken und ein weiteres Wochenende zur Prüfungsvorbereitung. Dazu werde ich später mehr schreiben.

Während der gesamten Weiterbildung muss ein betriebliches Projekt abgearbeitet und dokumentiert werden. Diese Dokumentation lehnt sich sehr stark an ITIL Richtlinien an. Es müssen die Themen Security-, Fault-, Change-management, Benutzereinweisung/Organisation und Datensicherung in durchschnittlich 10 Punkten erfüllt und Dokumentiert werden. Dazu müssen praktische Fälle und Herangehensweisen bestimmter Einzelprozesse zum jeweiligem Thema Dokumentiert werden. Zusätzlich müssen 4 Reflexionsgespräche, in denen der Status des Projektes besprochen wird, abgehalten werden. Dazu muss jeweils ein Protokoll geschrieben werden.

Zusätzlich zu diesen Arbeiten müssen die Online-Kurse “Projektmanagement” und “Securitymanagement” erfolgreich belegt werden. Dazu müssen nach jedem Kapitel des Online-Kurses mehrere Fragen beantwortet werden.

Gegen Ende der Weiterbildung muss noch eine Art Verteidigung und eine Dokumentation des Projektes vor einer Prüfunkskommision abgehalten werden. Weitere Details dazu werde ich später schreiben.

Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :-)