Energy Control 3000 und Windows Vista 64bit

ec3000

Voltcraft Energy Control 3000 USB

Das Energiekosten-Messgerät “Energy Control 3000” von Voltcraft ist eigentlich kein schlechtes Gerät. Die Verbrauchsmessung erfolgt von mehreren Funk-Sensoren. Diese sind als Hutschienengerät, Zwischenstecker oder Zähler-Sensor erhältlich. Zudem gibt es noch Gaszähler. Also, dachte ich mir, ersetze ich meine beiden “Energy Logger 3500” durch dieses Gerät mit einigen Sensoren. Gesagt – Bestellt. Ich habe das “ENERGY CONTROL 3000 USB + SENSOR SET1” bei Conrad in den Warenkorb gelegt, dazu noch 2 weitere Sensoren und das ganze Bestellt. Die Lieferung erfolgte 3 Tage nach Zahlung. Die Einrichtung des Gerätes ist auch einfach. Sensoren auspacken, einstecken, Kanäle einstellen und weiter an der Basis. Auspacken, Batterien einlegen, Datum/Uhrzeit einstellen und die automatische Erkennung der Sensoren abwarten. Nach etwa 15 Minuten ist das Gerät bereit (weitere Details siehe Anleitung). Als nächstes habe ich meinen PC unter Windows Vista 64 gestartet und wollte die Software auf der beigelegten CD installieren. Leider erschien bei meinem ersten Versuch die Meldung “Betriebssystem nicht unterstützt”. OK, Conrad hat leider im Shop nur “Mindestens Windows 2000 oder höher erforderlich” geschrieben. Aber halb so wild, im Conrad-Shop liegt eine neuere Version bereit. Diese ließ sich problemlos installieren. Als nächstes habe ich das Gerät angeschlossen (USB) und prompt meldet Vista “Treiber nicht gefunden”. Auch eine manuelle Suche im Ordner “Treiber” brachte keinen Erfolg. Nach einem genauerem Blick auf diesen Ordner fand ich heraus, das im Energy Control 3000 ein USB/Serial Wandler von FTDI als Schnittstelle zum PC verwendet wird. Also habe ich mir für den verwendeten Chip aktuelle Vista64 Treiber heruntergeladen. Leider funktionierte auch dieser Treiber nicht. Ein Blick in die INF Dateien und ein Vergleich mit dem alten Treiber ergab, dass jediglich die Hardwarekennungen “VID_18EF&PID_E006″ des Gerätes hinzugefügt wurden. Nach einigen Änderungen am neuerem Originaltreiber für Vista 64 ließ sich der Treiber (mit einer WHQL Warnung) installieren und das Gerät konnte von der Software “Energy Professional” problemlos angesteuert werden. Darauf hin habe ich die INF komplett für Vista64 überarbeitet. Das Ergebniss sind 2 Treiber, der erste für den USB-Wandler “FTDIBUS” und einen zweiten für die eigentliche Serielle Schnitstelle, welche nach der Installation des Bustreibers im Gerätemanager auftaucht. Leider ist die WHQL Zertifizierung nach dieser Anpassung nicht mehr gültig, wesshalb ich diese aus dem Treiber entfernt habe.

Das fertige Paket mit beiden Treibern für Vista 64 könnt ihr nun hier herunterladen. Viel Spaß beim Messen :-)

Download Energy Control 3000 Vista64 Treiber

AVG Plugin bringt Firefox zum Absturz

Eben hatte ich das Verhalten, das Firefox bei einem Bekannten immer und immer wieder Abstürzte. Die Fehlermeldung “Firefox hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden” brachte wie immer wenig erkentnisse, auch der Fehlercode 0xc0000000d hat nicht wirklich zu einer Lösung geführt. Nach systematischem Abschalten aller PlugIns und Erweiterungen entpuppte sich das Plugin des AVG Virenscanners als Ursache. Dieses verursache eine exception in der VC++ 2005 Runtime und bring Firefox zum Absturz. Die verwendeten Versionen waren Firefox 3.5.3 (Gecko 20090824), Windows XP SP2 (Build2600.xpsp_sp2_rtm.040803-2158), Visual C++ 2005 8.00.50727.762 (SP.050727-7600).  Der genaue Fehleradresse war 0x0004ef67 in msvcr80.dll.

Firefox AVG Plugin

Vista x86_64 fehlerfrei?

Laut Microsoft ist das Betriebssystem ja inzwischen ausgereift. Warum passieren dann aber immernoch seltsame Dinge?

Eben gerade habe ich meinen Browser minimiert, und anstelle des Dream Scene Wasserfalls war ein sehr sehr kleiner Desktop oben links zu sehen. Der rest des Bildschirms war Grau. Die Taskleiste wurde komischerweise richtig angezeigt. Aber schaut es euch selbst an. So sollte das normalerweise nicht sein. Was mich wundert, ich habe nicht einmal ein Spiel oder andere 3D Programme gestartet. Die Umschaltung zwischen 3D und GDI/Aero hat mir schon bei meinem letztem Versuch mit Vista vor etwa einem Jahr immer wieder Probleme gemacht.

Das zweite Problem das mich sehr oft stört, ist die falsche Farbdarstellung in der Windows Fotogalerie. Unter XP konnte die Bild und Faxanzeige alle Bilder/Fotos usw. problemlos anzeigen. Unter Vista werden mir die Farben extrem verzerrt. Komischerweise sind an den Bildern keine ICC Profile angehängt oder komische Farbräume. Ja selbst einfach Bitmap´s wie dieser Screenprint werden verzerrt. Öffnet man die gleiche Datei in einem anderem Program, sieht alles normal aus. In einer testweise installierten Vista x86_32 Edition sieht die selbe Datei normal aus. Ist das etwa der gewollte WOW-Effekt?

Nachtrag:

Das Farbproblem bekommt man in den Griff, indem man das standard sRGB-Farbprofil für alle Monitore hinterlegt. Sobald man den PC neustartet, sollten die Farben richtig dargestellt werden.

Zeitsynchronisation in einer Windows Domäne

In Microsoft Netzwerken spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Driften Server und Client zu stark auseinander, ist eine Anmeldung über Kerberos nicht mehr möglich und Netzwerkvorgänge dauern sehr lange oder scheitern vollständig. Normalerweise wird die Uhrzeit von dem Domänencontroller, der die Funktion des PDC-Emulators ausführt, bereitgestellt. Dazu muss dieser allerdings über eine externe Zeitquelle verfügen. Dies kann entweder ein lokal angeschlossener DCF77 Empfänger oder ein NTP-Server sein. Verfügr der Server über keine externe Zeitquelle, scheitert auch die Synchronisation mit den Clients im Netzwerk.

In einer Domänenstruktur oder einem Forrest, beziehen die PDC-Emulatoren der einzelnen Domänen die Uhrzeit vom PDC-Emulator der ersten, übergeordneten Domäne. Normalerweise ist das die Domäne, die auch den Server der die Funktion des Domain Naming Masters enthält.

Möchte man einen DCF Empfänger verwenden, muss per regedit im Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config” der DWORD-Wert “AnnounceFlags” auf “A” gesetzt werden. Bei verwendung eines NTP-Servers, welcher natürlich auch auf einem Netzwerkfähigem DCF Empfänger oder einem Linux-Server laufen kann, muss der NTP-Server in der Registry wie folgt konfiguriert werden:

  1. Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Parameters” Attribut “Type” auf den Wert “NTP” ändern
  2. Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Config” Attribut “AnnounceFlags” auf den Wert “5″ ändern
  3. Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\Parameters” Attribut “NtpServer” auf den DNS-Namen des NTP-Servers plus 0×1 ändern. (Der Wert für den Server ptbtime1.ptb.de währe also “ptbtime1.ptb.de,0×1″
  4. Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\TimeProviders\NtpServer” Attribut “enabled” auf den Wert “1″ ändern
  5. Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\W32Time\TimeProviders\NtpClient” Attribut “SpecialPollInterval” auf den Dezimalwert “1800″ ändern.

Diese Konfiguration sorgt dafür, das der Server den NTP-Server aktiviert, dem NTP-Client den angegebenen Zeitserver als Quelle übergibt und alle 30 Minuten mit dem externem Zeitserver Synchronisiert. Anschließend können alle weiteren Server und Clients Netzwerk die Uhrzeit von diesem PDC synchronisieren. Da wir zudem den NTP-Server auf diesem Server aktiviert haben, kann dieser als Zeitquelle für Drucker oder andere Geräte angegeben werden. Ist dies nicht erforderlich, kann Schritt 4 entfallen.

Weiterbildung der IHK IT-Systemadministrator

Wie in einem früherem Beitrag geschrieben, habe ich ja diese Weiterbildung angefangen. Ich möchte einmal einen kurzen Überblick über die Kurse und deren Inhalte geben. Die Kurse finden im Schulungsraum der IHK statt und werden in der Regel von freien Dozenten geführt. Die Koordination erfolgt über eine externe Firma im auftrag der IHK. Während der 14Tägig stattfindenden Kurse wurden bisher folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen Windows Server 2003 (4 Tage)
    Manuelle/Automatische Installation des Betriebssystems, Installation von Active Directory, Grundlagen DNS, AD-Replikation, Gruppenrichtlinien, Netzwerkfreigaben, Berechtigungen (NTFS, Share, AD), AD-Verwaltungsstrukturen, Systemsicherheit und Netzwerkgrundlagen.
  • Grundlagen Anwendungsserver (2 Tage)
    WSUS, Dateireplikation, Softwareverteilung, Remoteinstallation, InternetInformation Services, Gruppenrichtlinien, Serverrollen und Remoteverwaltung.
  • Grundlagen U*IX/Linux (4 Tage)
    Entstehungsgeschichte, Dateirechte, Systemdesign, Dateitypen, Dateisysteme, Kernel-Schnitstellen, Installation SuSE Linux, Paketmanagement, INIT-Konzepte und Steuerung, Shellscripting, Benutzer-/Gruppenverwaltung und Systemsicherheit/Updates
  • Telekommunikation (2 Tage)
    Grundlagen Netzwerke, Entstehung der Vermittlingstechnik, Analoge-/Digitale Übertragungstechniken, Netztopologien und Grundlagen der Elektrotechnik.
  • Internetprogrammierung (2 Tage)
    Grundlagen Internetprotokolle, InternetServiceProvider, Rechtliche/Sicherheitstechnische Probleme bei Webanwendungen, Einstieg PHP, Einstieg CSS1, HTML-Editoren (WASIWAG, Text), Webseitenoptimierung, Suchmachinen und diverse Programmieraufgaben (Counter, Gästebuch, Forum, Chat)

Es folgt nun noch der Kurs Datenbanken und ein weiteres Wochenende zur Prüfungsvorbereitung. Dazu werde ich später mehr schreiben.

Während der gesamten Weiterbildung muss ein betriebliches Projekt abgearbeitet und dokumentiert werden. Diese Dokumentation lehnt sich sehr stark an ITIL Richtlinien an. Es müssen die Themen Security-, Fault-, Change-management, Benutzereinweisung/Organisation und Datensicherung in durchschnittlich 10 Punkten erfüllt und Dokumentiert werden. Dazu müssen praktische Fälle und Herangehensweisen bestimmter Einzelprozesse zum jeweiligem Thema Dokumentiert werden. Zusätzlich müssen 4 Reflexionsgespräche, in denen der Status des Projektes besprochen wird, abgehalten werden. Dazu muss jeweils ein Protokoll geschrieben werden.

Zusätzlich zu diesen Arbeiten müssen die Online-Kurse “Projektmanagement” und “Securitymanagement” erfolgreich belegt werden. Dazu müssen nach jedem Kapitel des Online-Kurses mehrere Fragen beantwortet werden.

Gegen Ende der Weiterbildung muss noch eine Art Verteidigung und eine Dokumentation des Projektes vor einer Prüfunkskommision abgehalten werden. Weitere Details dazu werde ich später schreiben.

Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :-)