LPIC-1 Prüfung 101 bestanden – eine kurze Zusammenfassung

Direkt nach der Anmeldung zum Test am Prometric Testrechner erscheint ein Hinweis zur Geheimhaltung der Fragen. Bestätigt man diesen, geht der Test auch schon los. Die Prüfung besteht aus 60 Fragen. Jede Frage hat eine andere Gewichtung, in der Summe sind maximal 800 Punkte zu erreichen. Zum bestehen sind mindestens 500 Punkte erforderlich. Die Fragen stammten aus 5 Bereichen. Diese waren:

Hardware und Systemarchitektur

Fragen zur verwaltung von Geräten, seriellen-/ USB- Snittstellen, BIOS, Fax/Modem und Bussysteme (SCSI, IDE)

Zur Vorbereitung sollte man sich auch mit älteren Architekturen wie SCSI-1, ISA oder USB-Unterstützung älterer Kernel auseinandersetzen.

Linux-Installation und Paket-Management

Diese Fragen befassten sich mit dem Installieren, deinstallieren, konvertieren, aktualisieren und verteilen von Paketen. Es wurden sehr viele Fragen zu .tgz Archiven, .deb und .rpm Paketen gestellt. Schwerpunkt war ganz klar der Umgang mit Binärpaketen.

Zur Vorbereitung sollte man auf jeden Fall sämtliche Komponenten des debian Paketmanagers und die einzelnen Parameter dieser Programme kennen. Über den Redhat Packagemanager sollte man auf jeden Fall sämtliche Befehlsmodi mit allen Parametern kennen und beherschen.

Gnu- und Unix-Befehle

Der Umgang mit der Userverwaltung, dem Prozessmanagement und diversen Stream-/interaktiven Texteditoren muss sitzen. Es werden einige Fragen zu sed-suchmustern, VI Kommandos oder Pipes/Ausgabeumleitungen erscheinen. Aber auch selten benötigte Tools wie zb. “od” müssen zumindest bekannt sein. Diese Tools erscheinen auch in Fragen die im zusammenhang mit der Paketverwaltung stehen (zb. rpm -qa | grep …..) -> wie filtern sie alle Pakete den XF86 Projektes?

Hier sollte der absolute Schwerpunkt beim lernen gesetzt werden. Der Umgang mit den GNU Coreutills und diversen anderen standardprogrammen muss absolut sitzen. Hier werden sehr viele Textfragen gestellt. Wissen Sie wie man die Ausgabe gleichzeitig auf den Bildschirm und in eine Datei schreibt? Wie ersetzen Sie mit sed die Zeichenfolge Hallo in Textdatei xyz durch abc? Solche Dinge müssen absulut sitzen.

Devices, Linux-Dateisysteme, FHS

Der Umgang mit dem FHS sollte eigentlich jedem vom anfang an klar sein. Wo liegen Shared-Library´s? Was hat der FHS für einen Sinn? Wie Profitieren Softwareprojekte vom FHS? Es sollte auf jeden Fall klar sein, was der FHS versucht zu erreichen und wie diese Hirachie aufgebaut ist. Da dies die absolute Lerngrundlage bildet, sollte man hier relativ wenig Probleme bekommen. Was Device-Files angeht, muss man auf jeden Fall wissen, wie der Kernel verschiedene Geräte benennt. Fragen zu UDEV oder HAL sind nicht Teil des Tests.

Das X-Window System

Hier unbedingt aufpassen. Die Fragen beziehen sich auf das XF86 Projekt, und nicht den xorg-server. Wer sich mit einer aktuellen Distribution vorbereitet, kann hier massive Probleme bekommen. Die Fragen beschäftigen sich mit dem Fontserver, dem Displaymanager, Remotezugriff, Shellvariabeln und diversen Problemen mit der Darstellung. Es tauchen aber auch Fragen zur Anpassung der Default-einstellungen der bekannten Displaymanager auf.

Zur Vorbereitung, ich kann es nicht oft genug schreiben, unbedingt XF86 verwenden. Sollte man zb. bei der Frage nach dem Pfad der X Konfigurationsdatei /etc/X11/xorg.conf angeben, ist dies natürlich falsch. Zur Vorbereitung am besten eine ältere Distribution, stand ca. 2005 verwenden.

IT-Systemadministrator (IHK) erfolgreich abgeschlossen

IT Systemadministrator (IHK)

Zertifikat IT Systemadministrator (IHK)

Es ist vollbracht. Nach 6 Monaten habe ich nun die Abschlussprüfung, die im wesentlichem aus einer Präsentation und einem Fachgespräch bestand, erfolgreich bestanden. Es folgte noch ein Händeschütteln, ein Bewertungsbogen der einzelnen Kurse und Dozenten und natürlich das Zertifikat.

Zum Ablauf:
Während der Weiterbildung musste ein Projekt durchgeführt und dokumentiert werden. Siehe dazu diesen älteren Artikel. Diese Dokumentation wurde nun von der IHK studiert und bewertet. Glücklicherweise habe ich alle Teilprozesse ausreichend beschrieben, so das fast keine Fragen offen blieben. Nun musste dieses Projekt zusätzlich in einer Präsentation vorgestellt werden. Diese sollte 20 Minuten dauern und einen möglichst guten Überblick der Vorgänge vermitteln. Anschließend folgten einige Fragen zur Präsentation. Da ich noch niemals zuvor eine Präsentation halten musste, eine ziemliche Herausforderung. Hat man es aber erst einmal überstanden, kommt einem alles halb so Wild vor. Zumindest ist es mir so ergangen. Ein kleiner Tipp: Ich habe alle Dokumente mir OpenOffice.org erstellt und zur Präsentation OpenOffice Portable von portableapps.com auf einem USB-Stick installiert. Damit konnte ich Impress und die Präsentation direkt vom Stick starten. Auch sollte man eine Presenter-Maus/Fernbedienung oder Funkmaus mitbringen. Vor Ort gab es zu meinem erstaunen leider nur eine kabelgebundene Maus.

Für alle die diese Zertifizierung erwerben möchten, der Schwierigkeitsgrad ist um einiges einfacher als bei MCSE-Prüfungen (70-293, 294, 298). Allerdings bekommt man die komplette Bandbreite der IT-Systeme vermittelt. Für mich besonders Interessant war das Thema Telekommunikation und der Onlinekurs Projektmanagement.

Also, worauf wartet ihr noch? :-)

Weiterbildung der IHK IT-Systemadministrator

Wie in einem früherem Beitrag geschrieben, habe ich ja diese Weiterbildung angefangen. Ich möchte einmal einen kurzen Überblick über die Kurse und deren Inhalte geben. Die Kurse finden im Schulungsraum der IHK statt und werden in der Regel von freien Dozenten geführt. Die Koordination erfolgt über eine externe Firma im auftrag der IHK. Während der 14Tägig stattfindenden Kurse wurden bisher folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen Windows Server 2003 (4 Tage)
    Manuelle/Automatische Installation des Betriebssystems, Installation von Active Directory, Grundlagen DNS, AD-Replikation, Gruppenrichtlinien, Netzwerkfreigaben, Berechtigungen (NTFS, Share, AD), AD-Verwaltungsstrukturen, Systemsicherheit und Netzwerkgrundlagen.
  • Grundlagen Anwendungsserver (2 Tage)
    WSUS, Dateireplikation, Softwareverteilung, Remoteinstallation, InternetInformation Services, Gruppenrichtlinien, Serverrollen und Remoteverwaltung.
  • Grundlagen U*IX/Linux (4 Tage)
    Entstehungsgeschichte, Dateirechte, Systemdesign, Dateitypen, Dateisysteme, Kernel-Schnitstellen, Installation SuSE Linux, Paketmanagement, INIT-Konzepte und Steuerung, Shellscripting, Benutzer-/Gruppenverwaltung und Systemsicherheit/Updates
  • Telekommunikation (2 Tage)
    Grundlagen Netzwerke, Entstehung der Vermittlingstechnik, Analoge-/Digitale Übertragungstechniken, Netztopologien und Grundlagen der Elektrotechnik.
  • Internetprogrammierung (2 Tage)
    Grundlagen Internetprotokolle, InternetServiceProvider, Rechtliche/Sicherheitstechnische Probleme bei Webanwendungen, Einstieg PHP, Einstieg CSS1, HTML-Editoren (WASIWAG, Text), Webseitenoptimierung, Suchmachinen und diverse Programmieraufgaben (Counter, Gästebuch, Forum, Chat)

Es folgt nun noch der Kurs Datenbanken und ein weiteres Wochenende zur Prüfungsvorbereitung. Dazu werde ich später mehr schreiben.

Während der gesamten Weiterbildung muss ein betriebliches Projekt abgearbeitet und dokumentiert werden. Diese Dokumentation lehnt sich sehr stark an ITIL Richtlinien an. Es müssen die Themen Security-, Fault-, Change-management, Benutzereinweisung/Organisation und Datensicherung in durchschnittlich 10 Punkten erfüllt und Dokumentiert werden. Dazu müssen praktische Fälle und Herangehensweisen bestimmter Einzelprozesse zum jeweiligem Thema Dokumentiert werden. Zusätzlich müssen 4 Reflexionsgespräche, in denen der Status des Projektes besprochen wird, abgehalten werden. Dazu muss jeweils ein Protokoll geschrieben werden.

Zusätzlich zu diesen Arbeiten müssen die Online-Kurse “Projektmanagement” und “Securitymanagement” erfolgreich belegt werden. Dazu müssen nach jedem Kapitel des Online-Kurses mehrere Fragen beantwortet werden.

Gegen Ende der Weiterbildung muss noch eine Art Verteidigung und eine Dokumentation des Projektes vor einer Prüfunkskommision abgehalten werden. Weitere Details dazu werde ich später schreiben.

Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :-)

MS-Test 70-298 erfolgreich abgeschlossen

Fast ohne Vorbereitung habe ich heute die Prüfeng 70-298 erfolgreich abgeschlossen. Der Prüfungsablauf war diesmal etwas anders. Ich hatte 6 Fallstudien, zu jeder Studie 5-12 Fragen und für jede dieser Studien 10-30 Minuten Zeit. Da ich aber die studie lesen muss, bevor ich die Fragen beantworten konnte, blieben mir für bestimmte Fragen weniger als eine Minute. Weiß man etwas nicht sofort, sollte man sofort zur nächsten Frage gehen um nicht zu viel Zeit zu opfern. Continue reading